Werksleiter Jens Kircheis gibt der Produktion bei SHZ neue Impulse

Fokus auf Effizienz und Innovation

Mit dem Abschluss des Generationswechsels im Oktober 2025 hat die SHZ GmbH ihre Führungsstruktur neu ausgerichtet. Neben den Gesellschaftern Matthias und Franziska Böhme verstärken nun Werksleiter Jens Kircheis und Vertriebs- und Einkaufsleiter Marcus Fabich das Führungsteam. Gemeinsam bündeln sie Erfahrung, Innovationskraft und strategisches Know-how – mit dem Ziel, Prozesse zu optimieren und das Wachstum der SHZ nachhaltig voranzutreiben.

Herr Kircheis, was hat Sie an der Aufgabe als Werksleiter besonders gereizt?

Jens Kircheis: Ich war bereits von 2010 bis 2014 Produktionsleiter bei SHZ und habe auch in den Jahren danach, in denen ich in der Automobilbranche tätig war, die Entwicklung des Unternehmens immer mit Interesse verfolgt. Als sich die Möglichkeit bot, die Werksleitung zu übernehmen, war für mich schnell klar: Hier kann ich mein Wissen und meine Erfahrung gezielt einbringen – insbesondere im Bereich Automatisierung und Prozessoptimierung. Das internationale Wachstum der SHZ GmbH öffnet großen Gestaltungsspielraum, um die Produktion effizienter, digitaler und nachhaltiger aufzustellen.

Was sind Ihre wichtigsten Aufgaben?

Jens Kircheis: Ich verantworte die Produktionsabläufe und die Mitarbeiterführung. Aktuell liegt der Fokus auf der Erweiterung des Standorts und der Modernisierung unserer Maschinen. So investieren wir etwa in eine neue Zugprüfmaschine, die Produkte bis 100 Tonnen Zuglast prüfen kann – ein wichtiger Schritt für noch mehr Qualitätssicherung. Parallel optimieren wir unser ERP-System, um Kundenwünsche direkter in die Fertigung einzubinden und Informationen transparenter zu gestalten. Das verbessert Prozesse und stärkt die Verbindung zwischen Vertrieb, Produktion und Kunden. 

Was schätzen Sie an SHZ als Arbeitgeber?

Jens Kircheis: Ganz klar: das Miteinander. Bei SHZ ist man keine Nummer, sondern jeder Einzelne zählt. Der Umgang ist familiär, direkt und auf Augenhöhe. Die Wege sind kurz. Jeder kann eigene Ideen einbringen und wird dabei unterstützt. Das motiviert und sorgt dafür, dass wir als Team wirklich zusammenstehen – und gemeinsam etwas bewegen.

Was zeichnet die Produktion bei SHZ aus?

Jens Kircheis: Unsere große Stärke ist die Kombination aus Flexibilität und Produktivität. Wir können sehr schnell auf Sonderwünsche reagieren und liefern zuverlässig in zwei bis drei Wochen. Diese Geschwindigkeit erreichen wir unter anderem durch eine vorausschauende Lagerhaltung – wir verfügen über umfangreiche Vorräte an Vor- und Fertigungsmaterialien und sind dadurch unabhängig von langen Lieferketten aus Fernost.

Wie entstehen neue Produkte?

Jens Kircheis: Viele Ideen kommen direkt aus Kundenanfragen. Wir stehen im engen Austausch mit Anwendern, und die Rückmeldungen fließen unmittelbar in die Entwicklung. Vom Entwurf bis zum Test im eigenen Prüflabor vergeht oft nur eine Woche – dann startet die Serienfertigung. Diese Agilität ist unser klarer Vorteil.

Ein neues Produkt ist die Schwerlast-Rundschlinge „Performance PRO“. Was macht sie besonders?

Jens Kircheis: Die „Performance PRO“ ist deutlich leichter und kompakter als herkömmliche Rundschlingen – und setzt damit neue Maßstäbe in Handling und Sicherheit. Dank ihres hochfesten HMPE-Kerns und eines besonders abriebfesten, nahtlosen Polyestermantels ist sie bis zu 75 Prozent leichter und benötigt rund 50 Prozent weniger Auflagefläche. Dadurch lässt sie sich auch bei hohen Tragfähigkeiten einfacher handhaben und passt selbst in gängigere Hakenaufnahmen. Zudem zeigt sie ein verbessertes Verhalten an scharfen Kanten – ein echter Fortschritt für den täglichen Einsatz in der Praxis.

SHZ produziert in Deutschland. Welche Vorteile bringt das für Ihre Kunden?

Jens Kircheis: Die Fertigung am Standort Deutschland garantiert unseren Kunden gleichbleibend hohe Qualität, geprüfte Sicherheit und kurze Lieferzeiten. Jedes Produkt wird in unserem eigenen Labor umfassend getestet – weit über die geltenden Normanforderungen hinaus. So legen wir unsere Produkte beispielsweise auf das 7,5-Fache der geforderten Sicherheit aus, während die Norm nur das 7-Fache verlangt. Bei Anschlagmitteln prüfen wir zudem drei Prüflinge pro Charge, obwohl nur einer auf 1.000 Stück vorgeschrieben ist.

Mit der Produktion in Deutschland sichern wir nicht nur höchste Produktstandards, sondern bleiben zugleich flexibel und reaktionsschnell. Individuelle Kundenwünsche können wir kurzfristig umsetzen – von der Entwicklung bis zur Lieferung: In der Regel entsteht ein neues Produkt innerhalb einer Woche, und bereits nach drei Wochen erfolgt die Auslieferung. „Made in Germany“ ist für uns dabei kein Werbeslogan, sondern Ausdruck unseres gelebten Anspruchs an Qualität, Produktions-Know-how, Verlässlichkeit und Geschwindigkeit

Wie bleibt SHZ trotz globaler Veränderungen lieferfähig?

Jens Kircheis: Dank vorausschauender Planung und gut abgestimmter Prozesse zwischen Einkauf, Lager und Produktion. Wir verfügen über ein großes Materiallager und produzieren vollständig in Deutschland. Das macht uns unabhängig von internationalen Lieferketten und schützt vor Zoll- oder Transportproblemen. So können wir auch kurzfristig zuverlässig liefern. 

Wo sehen Sie die größten Zukunftschancen für SHZ?

Jens Kircheis: Ich sehe große Chancen im internationalen Wachstum – auch in Europa gibt es noch viel Potenzial. Gleichzeitig wollen wir unsere Fertigungskapazitäten bei mechanischen Hebezeugen und Anschlagketten erweitern. Viele Kunden kennen SHZ bisher vor allem für textile Produkte wie Zurrgurte und Hebebänder – in den Bereichen Mechanik und Ketten möchten wir unsere Sichtbarkeit deutlich steigern. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Automatisierung, um Prozesse weiter zu optimieren und die Effizienz nachhaltig zu erhöhen. Entscheidend bleibt aber: Wir hören unseren Kunden zu, entwickeln maßgeschneiderte Lösungen und setzen sie schnell um. 

Was macht Sie stolz, wenn Sie an SHZ denken?

Jens Kircheis: Mich beeindruckt, wie vorausschauend und flexibel das Unternehmen auf Veränderungen reagiert – selbst in schwierigen Zeiten wie während der Corona-Jahre. Das spricht für unser starkes Team und die enge Verbindung zu unseren Kunden. Für die Zukunft wünsche ich mir stabile Märkte und weiteres Wachstum – in Europa, aber auch in Südamerika, wo unsere Produkte „Made in Germany“ sehr geschätzt werden.

Herr Kircheis, vielen Dank für das Gespräch!

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